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Wenn Unbequemes plötzlich genau richtig ist

Kennt ihr das auch? Manchmal greifen wir nicht zu dem, was am modernsten oder bequemsten erscheint – sondern zu dem, was sich richtig anfühlt. Auf meiner Suche nach einer „Immer-dabei“-Kamera stand ich vor der Wahl: die – einigermaßen – handliche Fujifilm X-Pro2 oder die ältere, sperrigere Canon EOS 5D Mark II.

Überraschenderweise habe ich mich dann für die Canon – das „alte Schlachtschiff“ –  entschieden – ganz ohne elektronischen Sucher und nur einer 16-GB-Speicherkarte. Vielleicht steckt dahinter mehr als eine technische Entscheidung: ein unbewusstes Gespür dafür, dass das scheinbar Unbequeme uns manchmal näher an das Wesentliche bringt.

Manchmal sind es nicht die neuesten oder scheinbar „praktischsten“ Tools, die wir wählen.

Auf der Suche …

… nach einer „Immer-dabei“-Kamera habe ich mich vor einigen Monaten für die Fujifilm X-Pro2 mit einem 35mm-Objektiv entschieden – kompakt, modern, perfekt für unterwegs.

Vor einigen Wochen kam dann eher zufällig eine Canon EOS 5D Mark II mit Standardobjektiv in mein Leben. Ein Modell, das schon lange nicht mehr als „State of the Art“ gilt. Keine Features, die heute selbstverständlich sind. Und: nur 16 GB Speicherkarte.

Als ich vor der Urlaubsfrage stand – welche Kamera nehme ich mit? – habe ich zur Canon gegriffen.
Warum? Ganz einfach: Sie liegt mir in der Hand. Das Arbeiten fühlt sich vertraut an. Der Verzicht auf Komfort (kein elektronischer Sucher, kein unendlicher Speicher) hat etwas Befreiendes. Am Ende habe ich etwas mehr als 400 Fotos gemacht, innerhalb von 2,5 Wochen. 

Canon EOS 5D II oder Fuji X-Pro 2

Vielleicht steckt darin eine größere Frage:
Wie oft entscheiden wir uns unbewusst für das, was uns nicht auf den ersten Blick praktisch erscheint – sondern für das, was uns wirklich entspricht?

Canon EOS 5D II mit 50mm f1.8
Fujifilm X-Pro 2

Mich interessiert:

Greift ihr auch manchmal bewusst zu Tools, Methoden oder Wegen, die unbequemer wirken, aber sich für euch richtiger anfühlen? Schreibt eure Erfahrungen gerne in die Kommentare.

(Die Canon begleitet mich nun übrigens täglich und erinnert mich daran, dass es nicht auf den technischen Stand, sondern auf das Gefühl beim Arbeiten ankommt.)