Abstraktes mit dem Weltblick 35mm
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Weltblick 35mm f/3.5 – nicht weltbewegend, aber solide

Keller aufräumen. Das kommt alle Jubeljahre vor, aber 2017 scheint so eins zu sein. Und manchmal lohnt es sich: Seit 8 Jahren stehen 2 Umzugskartons mit Fotos/ Negativen/ Dias und Laborkrams im Keller (Tatsächlich hatte ich mal ein Fotolabor – und werde auch wieder eins einrichten, daher auch die Entrümpelungsaktion ;-)). Aus einem Schuhkarton im Umzugskarton blickte mich eine hellblaue Schachtel mit der Aufschrift „Weltblick“ an. Und ich erinnerte mich an eine Praktica mit M42-Anschluss im Familienbesitz. Vermutlich stammt der Fund daher. Die Schachtel beinhaltete ursprünglich 2 Objektive (das 35mm f/3,5 und das 135mm f/3,5). Leider ist wohl vor Urzeiten mit der besagten SLR auch das 135er abhanden gekommen.

Das Weltblick 35mm an der Fuji X-E1

Das Weltblick 35mm an der Fuji X-E1

Dafür ist das Weltblick 35mm auch nach Jahren (Jahrzehnten?) in Kellern und auf Dachböden einwandfrei. Der Fokussierring läuft glatt, und das ganze Objektiv sieht aus wie neu. Komplett aus Metall gefertigt, macht es einen absolut soliden Eindruck. Herausgefunden habe ich nicht sonderlich viel, außer, dass es in Japan für Quelle oder Neckermann gefertigt wurde. Es gibt sogar eine Flickr-Gruppe zu der Linse.

Mit einer Nahlinse gelingen auch solche Makroaufnahmen.

Mit einer Nahlinse gelingen auch solche Makroaufnahmen.

Kurzerhand habe ich das Weltblick 35mm an die Fuji X-E1 gesetzt und an die frische Luft geführt – alle Bilder sind bei Offenblende entstanden, und bei einigen kann man sehen, dass es in den Bereichen, wo es eigentlich scharf ist, einen recht soften Eindruck macht. Für Portraits könnte es also auch recht gut zu gebrauchen sein.

Als einziges Manko habe ich die Naheinstellgrenze von 90cm zu bemerken. Ein Umstand, den man jedoch kreativ nutzen kann – solche Beschränkungen sind mitunter gute Lehrer.

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