One light setup
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One Light Setup: Das Mehr des Weniger

Mit einem One Light Setup, also nur einer Lichtquelle, zu arbeiten, ist nicht nur einfach. Es kann auch noch gut aussehen. Weniger ist manchmal eben mehr. Denn auch wenn wir uns in einer Studio-Situation befinden, heißt das nicht, dass wir gleich alle Blitze aus der Tasche holen müssen, die wir zur Verfügung haben.

Gehen wir also einen Schritt zurück. Wenn du draußen mit natürlichem Licht fotografierst, hast du eine Lichtquelle – die Sonne. Vorausgesetzt, du möchtest keine speziellen Effekte erzielen, wirst du nur diese nutzen, um ein möglichst natürliches Bild zu bekommen. Eventuell nimmst du noch einen Aufheller dazu, aber das war es dann auch. Das One Light Setup vor der Tür, sozusagen.

Muschel-Licht

In Fashion-Aufnahmen wird häufig mit dem „Clamshell“-Setup gearbeitet. Dabei ist das Hauptlicht direkt vor und in einem Winkel von ca. 45° über dem Model platziert. Wiederum unter dem Hauptlicht befindet sich eine 2. Lichtquelle, die die entstehenden Schatten aufhellt und den soften Charakter des Hauptlichts unterstützt. Von der Seite betrachtet ergeben beide Lichtquellen die Form einer aufgeklappten Muschel, daher der Name. Anstelle der 2. Lichtquelle habe ich einen silberfarbenen Reflektor gewählt, was die Sache insgesamt noch einfacher macht und die Schatten stärker aufhellt als ein rein weißer Reflektor.

Um ein solches One Light Setup nachzubauen, benötigst du nichts weiter als einen externen Blitz, einen Diffusor (in meinem Fall einen Schirm) und einen Aufheller. Weiterhin wirst du feststellen, dass du durch das Spiel mit den Abständen (Model zur Wand; Reflektor zum Model) sehr einfach ganz unterschiedliche Lichtstimmungen erzeugen kannst. Daher: Probiere es selber aus – es lohnt sich!

Setup: Yongnuo YN 560 III mit Durchlichtschirm, Silberreflektor, weiße Wand.

Kamera: Fuji X-T1 mit Micro Nikkor 55mm/ f2.8

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