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G.R.S. oder „zum Glück habe ich es noch“

Dass ich alte Objektive mag (auch wenn ich kein Altglas-Experte bin) mag bekannt sein. Mittlerweile haben sich manche Adapter-/ Linsenkombinationen angesammelt, und ich möchte mich wieder auf ein System konzentrieren (Genaugenommen zwei: Fuji-Kameras und Nikon-Objektive). G.R.S. Gear Reduction Syndrome. Reduzierung auf das wirklich Wichtige.

Vor Ewigkeiten, das heißt, vor gut 10 Jahren, hatte ich mir für meine damalige SLR, eine Nikon FM2, das Micro Nikkor 55mm 2.8 zugelegt. Bereits damals hatte es schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Zu Analogzeiten hatte ich es kaum benutzt, erst mit meiner ersten DSLR (D90) kam es häufiger mal zum Einsatz.

Nachdem ich der DSLR-Welt den Rücken gekehrt und mich den leichten kleinen Fujis zugewandt hatte, probierte ich im Verlauf des vergangenen Jahres so einiges aus, zunächst flanschte ich die Leitz-Optiken an die X-T1, dann kamen Nikon-/ Minolta-/ und M42-Adapter und das entsprechende Glas dazu. Eine geniale Option, alte und bisweilen sehr gute Linsen an modernste Kameras zu setzen. Für mich blieb dann irgendwie die Übersichtlichkeit auf der Strecke – und dann stieß ich neulich auf ein Youtube-Video, das Wasser auf meine Minimalisier- und Reduzier-Mühlen goß. Folge: Ich werde nur noch mit 3 Nikon-Objektiven fotografieren. 24mm/ 55mm/ 135mm. Dazu mit den „normalen“ Adaptern und einem Reduzierring. So kann ich aus 3 Brennweiten im Endeffekt 6 machen. Der Reduzierring sorgt dafür, dass die durch den Cropfaktor erfolgte Brennweitenverlängerung mit dem Faktor ~1,5 wieder rückgängig gemacht wird. Darüberhinaus bewirkt die Linse in dem Ring den Gewinn einer Blendenstufe (daher der manchmal verwendete Name „Speed Booster“).

2 neue alte Nikkore sind bestellt (Nikolaus!), und dem 55er kam nun die glorreiche Aufgabe zu, die – durchaus schweren Herzens – zu veräußernden Objektive zu fotografieren.
Fazit: Es war weise, das 55mm Micro Nikkor nicht zu verkaufen. Es ist einfach zu gut und ich bin happy, es mein eigen zu nennen.

Alle Bilder sind bei Blende 4 aufgenommen. Und ja, ich habe tatsächlich wieder meinen DIY-Flashbender zum Einsatz gebracht.

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